Der zweite Lehrgang 2018 für Schiedsrichter-Neulinge der Gruppen Pegnitzgrund und Fränkische Schweiz fand wenig Resonanz. Nachdem vier Teilnehmer nicht kamen, obwohl sie angemeldet waren, waren es letztlich nur fünf, die im Sportheim des 1. FC Hedersdorf (bei Schnaittach) den vierwöchigen Kurs mit Prüfungen erfolgreich absolvierten. Sie stammten ausschließlich aus der Gruppe Pegnitzgrund.

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Die Schiedsrichter-Gruppen Pegnitzgrund und Fränkische Schweiz freuen sich über immerhin fünf neue Referees. Diebeiden LehrwarteThomas Schnaubelt (r.)und Matthias Dresel (l.) erhielten bei den Ausbildungsterminen auch Unterstützung von einigen Lehrstabsmitgliedern, zum Beispiel Pegnitzgrund-Neulingsbetreuer Dieter Brückner (2.v.l.). Foto: Ralph Strobl

Ende August wurden alle Vereine im Gebiet der beiden benachbarten Gruppen von Kreis-Schiedsrichter-Obmann Stefan Stadelmann (Hersbruck) schriftlich über den Lehrgang und den Mangel an aktiven Schiedsrichtern informiert. Trotzdem nahm nur das erwähnte Quintett teil – darunter ein Abteilungsleiter, zwei Wiederholer (ehemalige geprüfte Schiedsrichter, die jetzt wieder aktiv werden wollen) und zwei U18-Spieler. Beim Lehrgang im Frühjahr waren es noch neun Teilnehmer.

Die seit Jahren bekannten und nahezu unveränderten Inhalte in Theorie und Praxis vermittelten die Lehrstabsmitglieder Thomas Schnaubelt, Dieter Brückner, Fabian Zimmerman, Jason Altmann (alle Gruppe Pegnitzgrund) sowie Matthias Dresel (Gruppe Fränkische Schweiz).

Die beiden zuständigen Lehrwarte Thomas Schnaubelt (Velden, SV 08 Auerbach, Pegnitzgrund) und Matthias Dresel (SV Wolfsberg, Fränkische Schweiz) zeigten sich zum Abschluss des Lehrgangs dankbar, dass ihnen seitens des Verbandes ein zweiter gemeinsamer Lehrgang in diesem Jahr genehmigt wurde. Schnaubelt wollte mit der geringen Resonanz nicht hadern: "Immerhin haben wir fünf Schiedsrichter mehr, die wir einsetzen können." Lehrwart-Kollege Dresel, der aus seiner eigenen Gruppe keinen Teilnehmer begrüßen konnte, sieht es genauso: "Fünf sind besser als keiner."

Die beiden Chef-Ausbilder haben sich jetzt schon Gedanken für den nächsten Kurs im Frühjahr 2019 gemacht. Bereits Mitte November werden alle Vereine angeschrieben und aufgefordert, eine Rückmeldung über ihre Teilnahme abzugeben. Diejenigen Vereine, die gemäß BFV-Satzung ihr Soll an aktiven Schiedsrichtern (wer mindestens 15 Spiele im Jahr leitet und mindestens fünf Pflicht-Lehrabende besucht) nicht erfüllen, sind hierbei besonders gefragt. Gemäß Paragraf 61 der Spielordnung des Bayerischen Fußball-Verbandes wird ein sogenannter "Kostenersatz" für einen Verein fällig. Die Höhe ist abhängig von der Anzahl der gemeldeten Herren-, Frauen- A- und B-Juniorenmannschaften und richtet sich nach der Liga-Zugehörigkeit der höchsten Herrenmannschaft. Zudem werden Aufschläge nach drei beziehungsweise fünf Jahren Nichterfüllung erhoben. Die erste negative Konsequenz für die Vereine gibt es schon seit Saisonbeginn: Punktspiele der Herren in der untersten B-Klassen ohne Beteiligung von ersten Mannschaften werden aufgrund des Schiedsrichtermangels nicht mehr mit ausgebildeten Schiedsrichtern besetzt. Der jeweilige Heimverein muss einen geeigneten "Vereins- Schiedsrichter" finden.

"Werbung intensivieren"

 

Der Neulingslehrgang beginnt am Samstag, 9. Februar, in Thuisbrunn (bei Gräfenberg) und endet mit dem Prüfungstag voraussichtlich am Samstag, 16. März. "Wir werden die Werbung intensivieren", betont Schnaubelt und hat in diesem Zusammenhang auch die Trainer-C-Lizenz-Absolventen von den Kursen in Michelfeld und Schwaig im Visier, die zumindest 15 Spiele im Jahr pfeifen sollen. "Man muss es ihnen schmackhaft machen", so der Pegnitzgrund-Lehrwart. Dresel ergänzt: "Wir müssen das Image des Schiedsrichters verbessern." Beide wünschen sich für den 2019-Lehrgang "15 bis 20 Teilnehmer". Diese Anzahl wäre für die Durchführung eines gemeinsamen Lehrgangs ideal.

Die aktuellen Absolventen werden in etwa zwei Wochen – also für etwa Mitte Oktober – ihre ersten Spielaufträge erhalten. Das sind Martin Rauh (SC Eckenhaid), Thomas Meisinger (früher für den TSV Lauf, jetzt für den SC Eckenhaid), Dominik Gemmel (früher für den TSV Velden, jetzt für den FC Pegnitz), Cedric Polster (JFG Mittlere Pegnitz) und Linus Polster (1. FC Hedersdorf).

Die SR-Förder-Sitzung der Gruppe Pegnitzgrund findet am Montag, 8. Oktober, um 18 Uhr im Sportheim des TSV Lauf statt. Eine Stunde später beginnt dort die monatliche Pflichtsitzung für alle Pegnitzgrund-Schiedsrichter.

Text / Foto: Ralph Strobl

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